Vor Kurzem waren die Leckabdichtungstechniker der Niederlassung Horneburg bei einem anspruchsvollen Projekt auf dem Werksgelände eines Kunden aus der chemischen Industrie im Einsatz.

Eine außergewöhnliche Herausforderung allein schon wegen der Dimensionen: Ein Leck zwischen Haube und einem Mantelflansch mit einem Durchmesser von mehr als 1,3 Metern musste unter laufenden Betriebsbedingungen abgedichtet werden. Erschwert wurde der Einsatz zusätzlich durch die Prozessbedingungen: Durch die Anlage strömt Methanol mit einem Betriebsdruck von 50 bar bei einer Betriebstemperatur von -20 °C – das Bardenhagen-Abdichtcompound verliert bei so tiefen Temperaturen jede Elastizität und kann nicht eingespritzt werden, daher musste der Flansch vorab mithilfe von Dampf vorgewärmt werden, bevor es verpresst werden konnte. Eine vorher in der Werkstatt in Horneburg auf Maß gefertigte vierteilige Schelle wurde von den 4 eingesetzten Technikern um den Flansch herumgebaut, die Bolzenbohrungen mussten zusätzlich einzeln angebohrt und mit Abdichtcompound gefüllt werden, um Dichtheit zu gewährleisten.

Hinzu kamen die anspruchsvollen Arbeitsbedingungen vor Ort: Die Bardenhagen-Techniker trugen während des Einsatzes die vollständige Chemikalienschutzkleidung und wurden mit externer Atemluft versorgt - und das bei sehr sommerlichen Temperaturen über 30°C.

Das Projekt konnte innerhalb von 3 Tagen erfolgreich abgeschlossen werden.


Aufwärmen der Schelle mit Dampf, damit das Abdichtcompound fließfähig bleibt
Einspritzen des Abdichtcompounds unter Dampf
Fertige Abdichtung mit Sicherheitszwingen