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Die Automobilindustrie ist in vielen Industrieländern einer der wichtigsten und umsatzstärksten Wirtschaftszweige. Das gilt auch für Deutschland, wo diese Branche in 2008 einen Umsatz in Höhe von 345,9 Mrd. Euro erwirtschaftet hat. In 2009 waren in der Branche rund 747.000 Arbeitnehmer beschäftigt.

Der Exportüberschuss der Automobilindustrie entspricht mehr als der Hälfte des gesamten deutschen Exportüberschusses. Die Branche ist verantwortlich für ca. 40 % der Investitionen der deutschen Wirtschaft in Forschung und Entwicklung. Damit ist der Automobilsektor eine zentrale Stütze der deutschen Wirtschaft. Viele Unternehmen der Automobilindustrie haben ursprünglich andere Wirtschaftsgüter wie z. B. Fahrräder oder landwirtschaftliche Maschinen hergestellt.

Die Automobilindustrie lässt sich grob in zwei Sektoren einteilen. Diese sind die Automobilhersteller auf der einen Seite und die Zulieferer auf der anderen Seite.

Die Automobilhersteller bauen das Endprodukt zusammen und verkaufen es über ihr Händlernetz an den Verbraucher bzw. andere Unternehmen. Die großen Automobilhersteller existieren inzwischen in Form großer Konzerne mit mehreren Marken unter einem Dach. Der Vorteil davon liegt darin, dass diese Konzerne Plattformen und Motoren für unterschiedliche Modelle verschiedener Marken nutzen können.

Neben den großen Konzernen gibt es aber auch immer noch kleinere Hersteller, die meist spezielle Nischenprodukte herstellen. Die deutsche Automobilindustrie ist sehr stark auf den Export ausgerichtet, was man daran erkennen kann, dass fast 70 % der deutschen Automobilproduktion ins Ausland geliefert werden.

Die Zulieferer liefern den Automobilherstellern einzelne Komponenten, die oftmals alle Automobilhersteller benötigen, für die sich aber die Entwicklungskosten für einen einzelnen Automobilhersteller nicht lohnen. Beispiele dafür sind z.B. ABS und Sicherheitsgurte. Auf diese Weise kann die gesamte Automobilindustrie von wichtigen neuen Entwicklungen profitieren, während die großen Hersteller sich auf ihre Kernkompetenz, den Fahrzeugbau, beschränken können.

Sowohl die Automobilhersteller als auch die Automobilzulieferbetriebe betreiben Produktionsanlagen, bei denen ungeplante Stillstände die hoch optimierten Produktionsprozesse empfindlich stören würden und Ausfallzeiten für Reparaturen und Instandsetzung hohe Kosten verursachen.

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